Warum Blogmarketing ein optimaler Weg ist, als Freelancer oder KMU auf dich aufmerksam zu machen
Ein Blog ist mehr als nur ein Marketinginstrument, das du für informative Inhalte nutzen kannst. Vielmehr ist er auch ein Weg, deine Marke, deine Werte und deine Arbeitsweise authentisch darzustellen. Während zwar viele große Unternehmen und etablierte Marken die ersten Plätze für viele Keywords bei Google belegen, gibt es dennoch mehrere Gründe, die für die Erstellung eines Blogs als Freelancer oder KMU sprechen.
Ein Blog ist eine nachhaltige Möglichkeit, ohne große Budgets und teure Kampagnen kontinuierlich und langfristig sichtbar zu werden, indem du Evergreen Content erstellst.
Du kannst durch authentischen Content punkten und deine Persönlichkeit einbringen.
Deine Blogartikel sind langlebig und gehen nicht in einem Feed oder Algorithmus unter.
Die Arbeit an einem Blog wird weniger schnell zum Vampir – er zieht dir nicht täglich Energie, weil du dauerhaft Präsenz zeigen musst.
Du kannst mit deinen Themen in die Tiefe gehen, statt nur an der Oberfläche zu kratzen.
Du schaffst bei deinen Leser:innen Vertrauen durch Fachwissen und authentisches Auftreten.
Blog vs. Social Media: Wieso es sinnvoll ist, einen Blog zu bespielen
Ob Instagram oder TikTok – die sozialen Medien gelten inzwischen auch als nahezu unumgänglicher Marketingkanal. Dass du als Soloselbstständige:r oder mit einem kleinen Unternehmen jedoch deine Zeit und dein Budget einteilen musst, ist ebenfalls selbstverständlich. Vergleichen wir einen Blog als Marketingkanal mit Social Media, geht der Blog in einigen Punkten als klarer Gewinner hervor.
Ein Blog erspart dir die Abhängigkeit von teils undurchschaubaren Social Media Algorithmen. Zwar benötigt es auch für die Sichtbarkeit deines Blogs SEO-Maßnahmen – die Ranking-Kriterien von Google & Co ändern sich jedoch nicht so grundlegend und häufig wie in den sozialen Medien.
Du bleibst zeitlich flexibel in deiner Arbeit. Ob dein nächster Blogartikel heute oder nächste Woche online geht, macht kaum einen Unterschied. Einige Tage ohne Posts und Storys bei Instagram können jedoch schon Auswirkungen auf deine Sichtbarkeit haben.
Durch Maßnahmen zur Suchmaschinenoptimierung können deine Artikel langfristig auf den vorderen Plätzen bei Google und in anderen Suchmaschinen ranken und sind damit deutlich langlebiger als Videos bei TikTok.
Dennoch ist Social Media je nach Zielgruppe und Leistungen ein wichtiger Kanal, um potenzielle Kund:innen zu erreichen und deine Reichweite zu erhöhen. Wichtig ist letztendlich, eine gesunde Balance zu finden. Beispielsweise kannst du deine Blogartikel in mehreren Social Media Posts verarbeiten und über einen längeren Zeitraum mehre Kanäle damit bespielen. Ob tägliche Storys und die Abhängigkeit vom Algorithmus dabei unbedingt nötig sind, lässt sich nicht einheitlich beantworten. Bringen dir beide Wege Reichweite und Kund:innen, lohnt sich je nach Budget immer auch der Gedanke an externe Unterstützung durch Texter:innen oder Social Media Manager:innen.
Welche Ziele kannst du verfolgen, wenn du einen Blog erstellst?
Mit einem Blog kannst du weit mehr Ziele erreichen als nur Informationen an deine Leser:innen weiterzugeben. Einige Möglichkeiten möchte ich dir hier zusammenfassen.
Deinen Expertenstatus ausbauen
Sicher – dein Blog soll Informationen transportieren. Statt jedoch einfach die Infos aus den ersten Suchergebnissen bei Google zusammenzufassen und in neue Worte zu verpacken, hast du die Möglichkeit, deine eigenen Erfahrungen mit einzubringen. So gibst du die wichtigen Informationen weiter, kannst aber zeitgleich Einblicke in deine Arbeit geben und zeigen, warum du Expert:in auf deinem Gebiet bist. Informationen zusammenfassen kann mittlerweile auch künstliche Intelligenz – gute Expertenartikel schreiben kannst jedoch nur du.
Deine Content Marketing Strategie umsetzen
Ein Blog ist häufig das Herzstück des Content Marketings. Über ihn hast du die Möglichkeit, umfassende Inhalte zu erstellen, die in die Tiefe gehen. Diese Inhalte kannst du nach und nach über deine Social Media Kanäle verwerten, um auf deinen Blog zurückzuverweisen. Kurze Antworten auf eine Frage kannst du zum Beispiel in einer Instagram-Slideshow verpacken, etwas längere Posts kannst du über LinkedIn veröffentlichen und zur Diskussion mit deinem Netzwerk öffnen.
Mit SEO sichtbar werden
Blogartikel sind ein optimaler Weg, deine Reichweite über Suchmaschinen wie Google auszubauen. Abhängig von Konkurrenz, Suchvolumen und Relevanz für dein Business kannst du den Umfang der Artikel anpassen und sie auf relevante Keywordsets optimieren. Die Basics der Suchmaschinenoptimierung kannst du in deinem Blog vergleichsweise unkompliziert umsetzen. Es lohnt sich aber, eine Weiterbildung zu machen oder dich professionell begleiten zu lassen.
Deine (Personal) Brand repräsentieren
Neben deinem Status als Expert:in kannst du über deinen Blog noch ein weiteres wichtiges Thema aufbauen: deine Marke. Ob es dabei um deine Personenmarke als Freelancer geht oder um deine Unternehmensmarke – deine Werte und Themen, die dir wichtig sind und die deine Arbeit ausmachen finden in deinem Blog ihren Platz. Das hilft dir außerdem dabei, dich authentisch zu präsentieren und Inhalte zu veröffentlichen, die dich widerspiegeln.
Authentizität als Schlüssel eines erfolgreichen Blogs
Eine durchdachte Personen- oder Unternehmensmarke, die auf deinen Werten basiert, hilft dir dabei, authentische Inhalte zu erstellen. Dabei geht es vor allem darum, dass Kund:innen einerseits nachvollziehen können, worum es bei deiner Brand geht und andererseits ein einheitliches Bild über alle Kanäle hinweg erhalten. Beispielsweise sollten sie im virtuellen Meeting mit dir das Gefühl haben, wirklich mit der Person zu sprechen, die hinter der Website und dem Instagram-Kanal steht, dem sie folgen. Diese authentische Darstellung kann sich unterschiedlich auswirken.
Du kannst deinen Expertenstatus untermauern und zeigen, wie du denkst und arbeitest, indem du persönliche Erfahrungen in deine Blogartikel einbaust.
Indem du dich bereits in deinen Blogartikeln auf Augenhöhe mit deinen Leser:innen stellst, legst du eine wichtige Grundlage für die spätere Zusammenarbeit. Als potenzielle Kund:innen fühlen sie sich unmittelbar verstanden und gut aufgehoben.
Mit authentischen Inhalten erhöhst du deine Glaubwürdigkeit. Informationen aus den ersten Suchergebnissen bei Google zusammenfassen kann schließlich jede:r – eine authentische Leseerfahrung schaffen hingegen nicht.
Einen authentischen Blog erstellen in 9 Schritten: so funktioniert’s
Anleitungen, wie du einen Blog erstellen kannst, gibt es wie Sand am Meer. Dazu kann ich dir, vor allem technisch, keine neuen Infos und Einblicke geben. Deshalb findest du hier einen Guide für deinen Weg zum authentischen Blog. Dass dein Blog nicht perfekt werden kann, wenn du ihn vollständig selbst aufbaust, ist vermutlich ebenfalls keine neue Info für dich. Möchtest du eine sichere technische Grundlage schaffen, lass dich am besten von eine:r Webdesigner:in begleiten. Welche 9 Schritte du gehen und was du selbst tun kannst, um deinen Blog authentisch zu gestalten und ihn auf Erfolg zu programmieren, findest du hier heraus.
Auch, wenn du am liebsten sofort loslegen, dir einen Hoster suchen und deinen Blog erstellen möchtest – schalte erst einmal einen Gang zurück. Damit du mit deinen Artikeln Leser:innen erreichst, die zu deiner Zielgruppe gehören, solltest du zunächst einige grundlegende Fragen beantworten:
- Welche Zielgruppe soll dein Blog erreichen? Die Zielgruppe deckt sich dabei in der Regel mit der deines Business. Arbeitest du beispielsweise im Webdesign, kannst du potenziellen Kund:innen Tipps rund ums Webdesign geben und gleichzeitig auf deine Leistungen aufmerksam machen.
- Welches Ziel verfolgst du mit dem Blog? Wünschst du dir direkte Kundenanfragen, möchtest du ein Produkt verkaufen oder Anmeldungen für deinen Newsletter generieren? Dementsprechend kannst du werbliche Elemente in deinen Blog einbauen.
- Wie möchtest du deine Marke präsentieren? Wird dein Blog Teil deiner bestehenden Website, ist jetzt der optimale Zeitpunkt, deine Brand zu reflektieren oder ein einheitliches Branding aufzubauen.
An welchem Punkt du bei der technischen Planung für deinen Blog einsteigen kannst, hängt von deiner aktuellen Präsenz ab. Hast du bereits eine Website auf einer Plattform und bei einem Hoster, der dir gefällt, kannst du die bestehende Website einfach um einen Blog ergänzen. Denkst du über einen Wechsel nach oder hast noch keine Website für dein Unternehmen, kommen für das Blog Setup einige Entscheidungen auf dich zu.
- Domain & Hosting: Informiere dich unbedingt über verschiedene Angebote von Hostern – welche Leistungen brauchst du wirklich? Bei der Entscheidung kann dir auch dein:e Webdesigner:in helfen oder du fragst in deinem Netzwerk nach Erfahrungen. Für deine Domain hingegen darfst du dich ganz alleine entscheiden: Viele Freelancer und Unternehmen entscheiden sich hier einfach für den Namen ihres Business.
- Plattform: Zahlreiche Hoster bieten inzwischen Baukastensysteme an, mit denen du in wenigen Klicks eine eigene Website und einen Blog erstellen kannst. Möchtest du jedoch mehr Freiheit in der Gestaltung und in den Funktionen, lohnt sich WordPress. Weiterer Vorteil: Ein großer Teil der Webdesigner:innen arbeitet mit WordPress.
- Design: Wie soll dein Blog aussehen? Erstellst du ihn selbst und hast nur wenig Kenntnisse im Webdesign, kannst du beispielsweise mit einem simplen Template arbeiten. Achte grundsätzlich auf ein einfach navigierbares Design, das zu deiner Marke passt und gleichzeitig funktional und professionell ist.
- SEO: Technische Aspekte der Suchmaschinenoptimierung kannst du von Beginn an in deinen Blog integrieren. Dazu zählen etwa eine schnelle Ladezeit, mobile Optimierung und eine klare Struktur der Website.
Bist du dir bei den technischen Aspekten unsicher, empfehle ich dir, unbedingt mit einem Profi zusammenzuarbeiten. Je professioneller deine Website und dein Blog von Beginn an aufgesetzt werden, desto weniger Schwierigkeiten können mit der Zeit auftreten.
Dein Blog steht und fällt mit einer Sache: den Artikeln. Sie haben die Aufgabe, deine Zielgruppe zu erreichen und dort abzuholen, wo sie gerade steht. Sie sollen Leser:innen eine Lösung anbieten, aber gleichzeitig deine Marke authentisch repräsentieren. In die Planung und Erstellung deiner Artikel solltest du entsprechend Zeit investieren, um die Grundlage für einen erfolgreichen Blog zu schaffen.
- Strategie: Auch, wenn du am liebsten einfach drauflosschreiben möchtest, brauchst du für deinen Blog eine Content Strategie. Mache dir Gedanken, in welchen Formaten du Inhalte veröffentlichen möchtest und welche Art von Inhalten deine Zielgruppe sich wünscht. Du kannst beispielsweise informative Artikel veröffentlichen, persönliche Geschichten, Interviews mit anderen Expert:innen oder auch praktische Guides und Checklisten. In der Regel gilt: Die Mischung macht’s.
- Themen: Welche Themen möchtest du überhaupt in deinem Blog behandeln? Soll es sich ausschließlich um die Dienstleistungen oder Produkte drehen, die du selbst anbietest oder möchtest du den Überblick über ein breiteres Themenfeld geben? Vor allem als Freelancer bietet es sich beispielsweise an, neben deinem Leistungsbereich auch über die Zusammenarbeit mit Freelancern in deinem spezifischen Gebiet zu schreiben. So lernen potenzielle Kund:innen in deinem Blog nicht nur etwas über dein Fachgebiet, sondern auch über die mögliche Zusammenarbeit mit dir.
- Storytelling: Menschen lieben Geschichten. Auch dein Blog kann zu einer solchen Geschichte werden und Leser:innen mitreißen, statt ihnen ausschließlich Informationen zu geben. Überlege dir möglicherweise einen roten Faden für Geschichten, die du regelmäßig aufgreifen möchtest und baue auch persönliche Erfahrungen in deine Artikel ein. Das hebt dich von schnellen Suchmaschinenantworten ab und sorgt dafür, dass Leser:innen sich an dich erinnern.
- Authentische Texte: Wie möchtest du in deinem Blog gesehen werden? Wen sollen die Leser:innen sich vorstellen, wenn sie in deinem Blog stöbern? Die Frage nach einem authentischen Auftritt mit dem eigenen Business hat schon vielen Selbstständigen Kopfzerbrechen bereitet. Letztendlich geht es jedoch vor allem darum, dass du deine Unternehmenswerte klar nach außen repräsentierst und einen einheitlichen Auftritt schaffst. Telefonierst du mit Kund:innen, sollen diese sich am besten denken: „Ja, das ist der gleiche Mensch, der diese Blogartikel schreibt“.
Damit dein Blog dich auch wirklich sichtbar macht und überhaupt die Möglichkeit hat, dir neue Kund:innen einzubringen, brauchen deine Texte noch ein gewisses Extra: die Optimierung für Suchmaschinen. Keine Sorge – du wirst von mir gleich nicht hören, dass du haufenweise Keywords recherchieren und sie so häufig wie möglich in deinen Texten unterbringen sollst. Diese Zeiten gehören glücklicherweise längst der Vergangenheit an. Dennoch kommst du nicht um die Algorithmen von Suchmaschinenriesen wie Google herum, wenn du gefunden werden möchtest. Vor allem die Grundlagen kannst du jedoch vergleichsweise unkompliziert umsetzen – insbesondere beim Schreiben deiner Artikel. Schnapp dir schnell einen Kaffee – du bekommst jetzt einen Mini-Crashkurs rund um SEO.
- Keywords: Die richtigen Keywords sind das Herzstück langfristiger Sichtbarkeit bei Google & Co. Dabei handelt es sich um die Suchbegriffe, unter denen Leser:innen deine Artikel finden können. Recherchieren kannst du passende Keywords über Tools wie ubersuggest oder Sistrix – hier erhältst du Einblicke in Suchvolumen und Konkurrenz. Je höher das Suchvolumen, desto mehr Menschen suchen monatlich nach diesem Keyword, desto höher ist aber auch häufig die Konkurrenz. Du kannst deine Artikel außerdem auf mehr als ein Keyword optimieren. Viele Blogger:innen arbeiten mit einem Keywordset aus 3 – 5 Keywords – einem Hauptkeyword und einigen Nebenkeywords.
- SEO in Artikeln: Deine Aufgabe beim Schreiben deiner Blogartikel ist es, einerseits authentisch zu bleiben und andererseits relevante Keywords natürlich einzubauen, um vom Algorithmus gefunden zu werden. Tools wie das WDF*Tool von Seobility geben dir beispielsweise relevante Begriffe aus, die in Artikeln verwendet werden, die auf den besten Plätzen ranken. Du wirst schnell feststellen, dass es sich dabei um Begriffe handelt, die du ohnehin meist natürlich in deinen Text einbauen würdest, da sie themenrelevant sind. Außerdem wichtig: Baue deine Keywords in die Überschriften ein – in die H1 und H2 am besten das Hauptkeyword, in H3 und H4 auch gerne Nebenkeywords.
- Onpage SEO: Bei Onpage SEO Maßnahmen handelt es sich um alles, was du selbst auf deiner Website tun kannst, um bei Google & Co. sichtbar zu werden. Darunter fallen einerseits deine Artikel selbst mit eingebauten Keywords, Überschriften und internen Verlinkungen. Andererseits geht es aber auch um weniger sichtbare Themen wie das Hinterlegen von Alt-Texten bei Fotos und die Erstellung von Metadaten. Erstellst du deinen Blog über WordPress, kannst du etwa mit dem PlugIn Yoast arbeiten, das dir bei jedem Artikel Tipps für besseres SEO gibt.
- Technisches SEO: Zu technischem SEO zählen Faktoren wie die Geschwindigkeit deiner Website, die Ladezeit von Medien oder die Strukturierung von Daten. Je schneller und strukturierter deine Website ist, desto besser ist das für dein Ranking. Einige Faktoren kannst du zum Beispiel über Core Web Vitals messen. Dort erhältst du auch Tipps für die Optimierung.
Grundsätzlich gilt beim Thema SEO: Zu Beginn des Blogs lohnt es sich, mit einem Profi zusammenzuarbeiten, der die erstmalige Aufsetzung mit Fachwissen und Erfahrung durchführt. Das spätere Einpflegen deiner Artikel und das Einfügen der nötigen Angaben und Metadaten kannst du auch eigenständig durchführen, wenn du ein wenig Erfahrung mit WordPress & Co. gesammelt hast.
Dein Blog darf deine Leser:innen informieren und deinen Expertenstatus unterstützen. Er darf und soll aber auch vor allem durch Worte überzeugen und deine Zielgruppe an die Hand nehmen. Deshalb ist es auch so wichtig, dass du dir zu Beginn Gedanken machst, was du erreichen möchtest und wie du deinen Blog präsentieren möchtest. Möchtest du vor allem Informationen weitergeben oder möchtest du deine Artikel mit persönlichen Geschichten nahbarer, dafür aber auch verletzlicher, gestalten? Soll es Elemente geben, die sich immer wieder durch Artikel ziehen?
Schaust du dir meine Website an, wirst du beispielsweise immer wieder auf Elemente rund ums Wandern treffen – sowohl im Design der Seite als auch in Geschichten einzelner Artikel. Da ich als Texterin meine Kund:innen auf ihrer Wanderung zu den oberen Plätzen in Suchmaschinen begleite, hilft mir diese Metapher oft, Themen zu visualisieren.
Neben dem Wording selbst spielt noch ein weiteres Element bei jedem einzelnen Artikel eine ganz entscheidende Rolle: Headlines. Sie entscheiden in jedem Beitrag aufs Neue darüber, ob Leser:innen auf den Artikel klicken und ob sie schlussendlich weiterlesen und möglicherweise Kontakt zu dir aufnehmen. Da Headlines besonders prominent sichtbar sind, lesen wir sie schnell als Erstes und überfliegen weitere Inhalte nur, bis uns eine Headline wirklich catcht. Wichtig ist, dass du dir dessen bewusst bist und deine Headlines so gestaltest, dass sie zum Weiterlesen anregen, aber gleichzeitig einen Überblick über den folgenden Abschnitt geben und im Optimalfall auch noch den Suchmaschinen gefallen. Multitasking – damit haben auch Texter:innen regelmäßig zu kämpfen, dessen kannst du dir sicher sein.
Oft sind wir bei einem neuen Projekt unglaublich motiviert und können es gar nicht erwarten, die Schuhe zu schnüren und loszulaufen. Nach den ersten Erfolgen sehen wir jedoch schnell eine anstrengende Etappe vor uns – sowohl beim Wandern als auch beim Aufbau eines Blogs kann das schnell dafür sorgen, dass uns die Motivation verlässt. Damit dein Blog dir langfristig Sichtbarkeit verschafft, ist jedoch eines unumgänglich: Dranbleiben. Was dir dabei helfen kann? Ein Redaktionsplan.
Dabei handelt es sich um einen Plan, in dem du deine nächsten Blogartikel festhältst, ihren groben Inhalt und ihre geplante Veröffentlichung. Das hilft dir dabei, dranzubleiben und senkt vor allem die Hemmschwelle, mit einem neuen Artikel zu beginnen – schließlich steht das Grundgerüst ja schon. Die Erstellung eines Redaktionsplans kommt dir direkt wie ein neuer unbestreitbarer Gipfel vor? Keine Sorge – ich habe dir ein paar Tipps zusammengestellt, die dir helfen können!
- Brainstorming: Sammle erst einmal ein paar Ideen, die dir zu deinem Blogthema in den Kopf kommen. Es reicht, wenn du sie einfach runterschreibst, ohne dir den Druck eines Redaktionsplans zu machen. So schaffst du eine stressfreie Grundlage, auf die du weiter aufbauen kannst.
- Inspiration von anderen Blogs: Wahrscheinlich gibt es schon andere Blogs zu deinem Themengebiet. Natürlich darfst du dich auch hier inspirieren lassen, um für dich passende Themen zu finden.
- Virtuelles Notizbuch dabeihaben: Du musst nicht innerhalb eines Tages einen vollständigen Redaktionsplan für das nächste Jahr erstellen. Nimm dir erst einmal ein wenig Zeit, um Themen zu sammeln. Vielleicht fällt dir beim Mittagsspaziergang zum Bäcker etwas ein – nutze einfach ein digitales Notizbuch, um mögliche Themen zu sammeln.
- Mach nicht zu viel: Bestimmt hast du auch schon gelesen oder gehört, dass du ohne mindestens einen Artikel in der Woche und tägliche Social Media Posts auf mehreren Plattformen nicht erfolgreich werden kannst und verspürst jetzt Druck, einen Redaktionsplan für ein ganzes Jahr auf dieser Basis zu erstellen. Weißt du, was noch viel schlimmer ist als angeblich zu wenig Content zu produzieren? Erst gar nicht mit einem Blog loszulegen. Erwarte also nicht zu viel von dir und lass dich nicht auf die allgegenwärtige Hustle Culture ein. Viel wichtiger ist es, dass du mit deinem Blog wirklich dranbleibst – dafür reicht auch ein Artikel im Monat.
- Recycle alten Content: Hast du schon einige Posts in den sozialen Medien oder Artikel von einem alten Blog, kannst du natürlich bestehende Themen recyclen. Auch, wenn du neue Infos zu einem Thema gewonnen hast, kannst du jederzeit einen Artikel aktualisieren und ihn damit wieder nach oben pushen.
Du hast deinen Blog erstellt, die ersten Artikel geschrieben und veröffentlicht – und jetzt? Wie bekommst du Leser:innen auf deine Website? Mittlerweile gibt es schließlich Websites wie Sand am Meer und als Blogger:in kann es eine echte Herausforderung sein, sichtbar zu werden. Du hast verschiedene Möglichkeiten, deinen Blog unter die Leute zu bringen. Bedenke aber immer: Reichweite braucht Zeit. Du wirst sehr wahrscheinlich in den ersten Wochen kaum die oft versprochenen hunderte oder tausende Menschen erreichen, sofern du nicht zufällig mit einem Artikel viral gehst.
SEO – langfristig Sichtbarkeit aufbauen
Mit einer durchdachten Content Strategie und gut geschriebenen Texten bringt SEO dich zu langfristiger Sichtbarkeit in Suchmaschinen. Bei SEO handelt es sich jedoch auf jeden Fall um eine lange Wanderung – keinen kurzen Spaziergang. Dennoch lohnt es sich sehr, deinen Blog auf Basis von SEO zu erstellen, da deine Sichtbarkeit so langfristig bestehen bleibt.
Social Media – ein kurzfristiger Boost
Bist du auf Social Media präsent, etwa bei Instagram, TikTok oder auch LinkedIn, kannst du Inhalte deiner Blogartikel hier optimal anteasern und auf sie verweisen. Vor allem kurzfristig kann das deinen Artikeln einen Boost geben und das Gespräch über das jeweilige Thema in Gang bringen. Außerdem hast du die Möglichkeit, deine Artikel regelmäßig zu recyclen, da die sozialen Medien eher kurzlebig sind und du den Fokus auf jeweils unterschiedliche Aspekte deiner Beiträge legen kannst.
Dein Netzwerk – Persönliche Unterstützung
Als Freelancer gehört der Aufbau eines zuverlässigen Netzwerks zu einer deiner wichtigsten Aufgaben. Vor allem in der Kreativbranche werden unzählige Aufträge über Empfehlungen durch andere Freelancer oder kleine Unternehmen vergeben. Ebenso kann dein Netzwerk aber auch dabei helfen, deinen Blog zu boosten. Du kannst deine Artikel etwa in einer passenden Community teilen oder dich mit anderen Selbstständigen zusammentun und Gastartikel veröffentlichen.
Damit dein Blog dir dabei helfen kann, deine Business-Ziele zu erreichen, solltest du ihn gut im Blick halten. Richte am besten Tracking-Tools wie Google Analytics oder Matomo ein, mit denen du zahlreiche Kennzahlen einsehen kannst, beispielsweise:
- Nutzeranzahl
- Verweildauer
- Conversion Rate
- Absprungrate
- Trafficquellen
Anhand dieser Kennzahlen kannst du vor allem sehen, welche Artikel gut performen und welche du möglicherweise noch optimieren kannst, damit sie mehr Aufmerksamkeit erhalten. Auch ein erneutes Teilen über Social Media kann einen hilfreichen Push verleihen.
Die allerwichtigste Aufgabe erwartet dich im letzten Schritt deines Blogaufbaus: Dranbleiben. Einen erfolgreichen Blog aufzubauen, kannst du am ehesten mit einer langen Wanderung durch die Alpen vergleichen. Du kannst einige kleine Gipfel sicherlich schnell erreichen – allerdings erwarten dich auch immer wieder Abstiege, Täler und neue Aufstiege. Bloggen und vor allem SEO braucht Zeit, um sich zu entwickeln. Umso wichtiger ist es also, dass du dir langfristige Ziele setzt, auf die du mit jedem Artikel hinarbeiten kannst, um immer wieder kleine Schritte zu gehen. Außerdem: Feiere kleine Erfolge! Du hast die ersten 100 Leser:innen mit einem Artikel erreicht? Zeit, deine (virtuelle) Konfettikanone abzufeuern! Schließlich soll dein Blog dir auch Spaß machen und nicht ausschließlich deinen Business-Zielen dienen.
Besonderheiten bei einem Blog für verschiedene Unternehmensarten
Ob Freelancer, kleines Unternehmen oder Konzern – einen Blog erstellen und bespielen inzwischen verschiedenste Gruppen. Natürlich kommt es auch immer auf deine konkreten Ziele an, allerdings gibt es ein paar Besonderheiten, die die verschiedenen Gruppen häufig auszeichnen.
Freelancer und Soloselbstständige – die Persönlichen
Vor allem bei Soloselbstständigen und Freelancern findest du häufig persönliche Anekdoten und Einblicke im Blog. Das liegt natürlich daran, dass sie eben als einzige Person im Unternehmen auf die eigenen Erfahrungen zurückgreifen, aber auch an der grundlegenden Einstellung vieler Freelancer. Sie stellen eine persönliche Zusammenarbeit auf Augenhöhe besonders in den Mittelpunkt und drücken das auch über ihren Blog aus. Natürlich kannst du immer selbst entscheiden, wie viel Persönliches du in deinen Artikeln teilen möchtest – niemand erwartet Einblicke in dein Privatleben oder deine großen Träume. Überlege dir vielleicht vor der Blogerstellung ein paar Themen, zu denen du persönliche Erfahrungen oder Einblicke in deine tägliche Arbeit teilen kannst und möchtest.
KMU – das zentrale Marketinginstrument mit Expertenstatus
Für viele kleine und mittlere Unternehmen ist der Blog eines der wichtigsten Marketinginstrumente. Sie positionieren sich damit klar als Expert:innen auf ihrem Gebiet und schaffen gleichzeitig eine Grundlage für Social Media Posts, mit denen sie ihre Reichweite ausbauen können. Möchtest du für ein solches Unternehmen einen Blog erstellen, lohnt sich unbedingt ein detaillierter Redaktionsplan in Abstimmung mit den entscheidenden Personen. So kannst du sicherstellen, dass alle Themen auch von der Geschäftsführung unterstützt werden und hast eine gute Grundlage, langfristig am Thema Blog dranzubleiben.
Größere Unternehmen – der Blog als Teil der umfassenden Content Marketing Strategie
Auch große Unternehmen und Konzerne haben sich oft über Jahre einen umfangreichen Blog zu ihrem entsprechenden Themengebiet aufgebaut. Häufig sichern sie sich so hohe Rankings in Suchmaschinen und generieren einen großen Teil des Traffics über verschiedenste Blogartikel. Meist sind diese Blogs jedoch rein informativ, sodass du dich als kleines Unternehmen oder Freelancer durch persönliche Einblicke von ihnen abheben kannst.
Deinen Blog erstellen: 3 Tipps, mit denen du dich gegen „die Großen“ durchsetzen kannst
Blogs sind längst kein Geheimnis mehr im Online und Content Marketing. Entsprechend viel Konkurrenz gibt es inzwischen – vor allem bei gefragten Themen. Häufig scheint es, dass es einige Marken gibt, die zu jedem Thema mindestens einen Artikel veröffentlicht haben und zu jedem Keyword ein gutes Ranking haben. Natürlich hast du als kleine Marke keine Chance, gegen eine solche Masse anzukommen. Dennoch gibt es Wege, mit denen du deine Sichtbarkeit steigern und dich von den etablierten Blogs abheben kannst.
Finde Nischen-Keywords: Je allgemeiner ein Keyword ist, desto höher ist sein Suchvolumen – aber auch die Konkurrenz bei Google & Co. Statt in diesen Konkurrenzkampf zu starten, kannst du alternativ auf Keywords mit weniger Suchvolumen und dafür auch geringerer Konkurrenz setzen, um deinen Blog an den großen Marken vorbeizuschieben. Gib dein gewähltes Keyword einfach mal bei Google ein und schaue, welche Websites auf den ersten Plätzen ranken. Siehst du ausschließlich große Marken oder Newsseiten, spezifiziere dein Keyword am besten weiter. Rankst du nämlich zu kleineren Keywords wirklich gut, wirkt sich das meist deutlich besser auf deine Sichtbarkeit aus als ein mittelmäßiges Ranking zu einem großen Keyword.
Personalisiere deine Artikel: Statt nur einen rein informativen Überblick über ein Thema zu geben, lohnt es sich häufig, auch persönliche Anekdoten oder Einblicke mit einzubringen. So sehen deine Leser:innen direkt, dass du Erfahrung hast und fühlen sich außerdem nicht wie beim Lesen eines Lehrbuchs.
Positioniere dich klar: Mache deinen Leser:innen klar, dass du Freelancer oder ein kleines Unternehmen bist. Viele Menschen sind mit voller Absicht auf der Suche nach Soloselbstständigen oder kleinen Unternehmen für die Zusammenarbeit und meiden große Konzerne. Je schneller deutlich wird, dass bei dir die Zusammenarbeit wirklich auf Augenhöhe und freundschaftlich abläuft, desto eher erreichst du schon mit deinem Blog genau die passende Zielgruppe, mit der eine Partnerschaft auch dir wirklich Spaß macht.
Lust bekommen, einen eigenen Blog zu erstellen? Dann leg direkt los!
… mit der Planung! Vielleicht hat dieser Guide dir dabei geholfen, die ersten Ideen für deinen eigenen Blog zu finden oder hat dir einfach nur die nötige kreative Inspiration gegeben, um das Thema wieder aufzugreifen. Hast du festgestellt, dass du diesen Berg lieber mit Begleitung besteigen möchtest, schreib mir natürlich gerne eine Nachricht! Ansonsten – fang an zu planen, lass deiner Kreativität freien Lauf und lege noch heute den Grundstein für einen erfolgreichen Blog, der dein Unternehmen langfristig voranbringt!