Texter:in finden

Texter finden Tipps
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Ein Guide für deine Suche

Du hast einen Plan – deine Website braucht neue Texte, du möchtest einen Blog aufbauen und LinkedIn und Instagram könnten auch einen neuen Anstrich vertragen. Mit dem Plan kommen aber auch neue Fragen und Hürden auf: Wen sollst du damit beauftragen? Wie findest du eine:n Texter:in, der:die dich versteht, gute Inhalte erstellt und dabei deine Brand nicht aus den Augen verliert? Die Auswahl und vor allem die vorangehende Suche ist eine große Herausforderung – nicht umsonst erhalten viele Texter:innen einen großen Teil ihrer Aufträge über ihr Netzwerk und zufriedene Kund:innen. Nicht immer kannst du jedoch auf Empfehlungen zurückgreifen und musst dich dann selbst auf die Suche machen. In diesem Guide findest du wichtige Tipps, worauf du bei deiner Recherche achten solltest und wie du die zu dir passende kreative Begleitung findest.

5 Tipps, mit denen du den passenden Texter findest

Du weißt, dass du Unterstützung für deine Texte brauchst. Damit hast du den ersten großen Schritt bereits geschafft – statt auf eigenes Risiko planst du deine Wanderroute zum erfolgreichen Blog und zur authentischen Website mit einem erfahrenen Guide an deiner Seite. Typische Fragen, die an dieser Stelle aufkommen, sind beispielsweise:

  • Wo soll ich überhaupt nach Texter:innen suchen?
  • Wie finde ich raus, ob der:die Texter:in wirklich gut ist?
  • Brauche ich wirklich nur eine:n Texter:in oder noch andere Freelancer?

In den nächsten Zeilen findest du Antworten auf deine Fragen.

Dein wichtigster Job: Finde heraus, welche Wünsche du an einen Texter hast

Bevor du dich auf die Suche machst und Texter:innen kontaktierst, ist es erst einmal deine Aufgabe, deine eigenen Vorstellungen zu Papier zu bringen. Was wünschst du dir von einem:r Texter:in und bei welchen Aufgaben benötigst du Unterstützung? Hier geht es weniger um das konkrete Projekt, sondern mehr um die Art der Zusammenarbeit. Wünschst du dir ausschließlich Hilfe bei der Erstellung der Texte oder soll am Anfang der Zusammenarbeit erst einmal eine Content Strategie erstellt werden? Diese Vorstellungen beeinflussen nicht nur die Wahl des:der Texter:in, sondern auch die Wahl deiner Suchkanäle.

Definiere die Rahmenbedingungen für deine Suche

Im nächsten Schritt darfst du ganz konkret werden und definieren, welche Art von Texter oder Texterin zu deinem geplanten Projekt passt. Das sind dann deine Suchkriterien. Darunter fällt eine Vielzahl von Themen.

  • Wie sieht dein Projekt aus?
    Planst du eine neue Website, eine langfristige Zusammenarbeit für einen Blog oder benötigst du Unterstützung durch einen Werbetexter für deine Social Ads? Abhängig von der Art des gesuchten Contents ändert sich auch, nach wem du überhaupt suchst. Denn das Texten von Blogartikeln ist eine völlig andere Aufgabe als die Entwicklung von Slogans.
  • Wie hoch ist dein Budget?
    Je erfahrener und spezialisierter eine Texterin oder ein Texter im Schreiben bestimmter Inhalte ist, desto mehr Budget musst du in der Regel einplanen. Bevor du dich auf die Suche machst, solltest du dir einerseits Gedanken machen, wie viel Geld du für deinen Content ausgeben kannst und andererseits übliche Preise recherchieren. Einen Einblick in durchschnittliche Stundensätze von Freelancer:innen allgemein und Texter:innen erhältst du zum Beispiel im Freelancer-Kompass oder beim Berufsverband Text und Konzept.
  • Welche Leistungen benötigst du?
    Was möchtest du überhaupt in Auftrag geben? Geht es um einzelne Texte, deren Inhalt du bereits vorbereitet hast? Benötigst du erst einmal eine Beratung und ein Konzept für deinen Content? Bist du auf der Suche nach zusätzlichen Kompetenzen wie SEO oder Social Media? Benötigst du zusätzliche Leistungen, die nicht durch Texter:innen abgedeckt werden können, zum Beispiel für das Webdesign, kannst du immer auch deine:n Texter:in nach Empfehlungen fragen – so sparst du dir eine erneute Suche.
  • Suchst du Spezialist:innen?
    Logisch – am liebsten würdest du mit jemandem zusammenarbeiten, der Expert:in auf deinem Fachgebiet ist. Aber ist das wirklich nötig? Unabhängig von der Art der Texte, die du in Auftrag geben möchtest – wie sehr sollten dein Blog, deine Website oder deine Werbematerialien wirklich inhaltlich in die Tiefe gehen? Manchmal kann es auch sinnvoll sein, fachfremde Texter:innen zu beauftragen, da sie bei der Recherche genau die Fragen stellen, die sich auch deine Kundinnen und Kunden stellen.
  • Spielt der Ort eine Rolle?
    In meinen 3 Jahren als hauptberufliche freie Texterin habe ich zwei meiner Kund:innen persönlich besucht – beide Termine waren mehr Kaffeeklatsch als Arbeit. Das hat mir viel Spaß gemacht, war aber nicht ausschlaggebend für eine erfolgreiche Zusammenarbeit. Inzwischen haben wir uns alle so sehr an die virtuelle Zusammenarbeit gewöhnt, dass ich klar empfehle, die Suche nicht durch räumliche Faktoren zu beschränken. Wenn du jedoch vor Ort mit einem:r Texter:in arbeiten möchtest, berücksichtige das sofort bei der Suche – andernfalls kommen Anfahrtskosten zu deinem Budget dazu.

Nimm dir Zeit für die Recherche

Die Suche nach Partner:innen für eine Zusammenarbeit will immer gut durchdacht sein – so sieht es auch bei Texter:innen aus. Lass dir ausreichend Zeit für deine Recherche und teste unterschiedliche Quellen. Diese Möglichkeiten hast du unter anderem.

  • Google: Ganz klassisch kannst du dich natürlich über Google auf die Suche nach einer Texterin oder einem Texter machen. Dieser Weg ist besonders dann die beste Wahl, wenn du auf eine persönliche Zusammenarbeit vor Ort hoffst oder nach einer konkreten Spezialisierung suchst. Andernfalls wirst du wahrscheinlich schnell erschlagen von der hohen Anzahl der Suchergebnisse und der Websites, die du durchforsten musst.
  • Freelancerportale: Eine gute Möglichkeit für die erste Zusammenarbeit bieten Freelancerportale. Dabei handelt es sich um Plattformen wie beispielsweise malt, die sich darauf spezialisiert haben, Freelancer mit Unternehmen zusammenzubringen. Dein großer Vorteil ist hier die Suchfunktion. Du kannst unkompliziert filtern, nach welchen Fähigkeiten und Erfahrungsstufen du suchst und erhältst im Profil einen Überblick über die Freelancer. Bedenke jedoch: Preise über solche Plattformen können zum Teil etwas höher ausfallen, wenn Freelancer die Provision tragen müssen oder für dich fällt eine zusätzliche Gebühr an die Plattform an.
  • Textportale: Als hauptberufliche Texterin möchte ich dir klar sagen: Lass am besten die Finger von Textportalen, die mit geringen Centpreisen pro Wort werben. Zugegeben – auch ich habe mich anfangs als Texterin auf diese Plattformen verirrt, weil sie eine hohe Sichtbarkeit und simple Prozesse aufweisen. Von den dort angebotenen Preisen kann jedoch niemand leben – das zeigt sich häufig auch qualitativ.
  • Website als wichtiger Anker für Textproben: Egal über welche Quelle du eine:n Texter:in gefunden hast: Viele von ihnen haben eine eigene Website, über die sie Referenzen und Arbeitsproben teilen. Nutze diese Quelle, schau dir den Schreibstil an und informiere dich auf der Website.

Führe persönliche Kennenlerngespräche mit Textern

Nur sehr wenige Texter:innen werden einfach Aufträge von dir annehmen, ohne dich, deine Marke und deine Vorstellungen vorher kennenzulernen. Einerseits ist das Risiko für Arbeiten, die Kund:innen nicht gefallen, so einfach zu groß, andererseits handelt es sich beispielsweise bei Websitetexten, insbesondere einer Über Mich Seite, um eine enge Zusammenarbeit zwischen dir und deinem:r Texter:in. Zumindest ein kurzer Call zum Kennenlernen sollte also am Anfang jeder Zusammenarbeit stehen. Hier kannst du auch herausfinden, ob ihr als Partner zusammenpasst – bereite Fragen vor und lasse auch deinen Bauch mitentscheiden. Solche Fragen kannst du zum Beispiel stellen:

  • Wie bist du zum Texten gekommen?
  • In welchen Bereichen hast du schon gearbeitet und welche haben dir besonders viel Spaß gemacht?
  • Worauf legst du bei einer Zusammenarbeit Wert / Wie sieht eine Zusammenarbeit mit dir aus?
  • Was brauchst du von mir, um mit der Arbeit anfangen zu können?

Erstelle ein detailliertes Texter-Briefing

Zur Vorbereitung auf euer gemeinsames Projekt hast du im Anschluss an die Auswahl noch eine weitere wichtige Aufgabe: das Briefing. Wie in jeder kreativen Zusammenarbeit steht und fällt das Projekt auch beim Schreiben mit dem Briefing. Viele Texter:innen werden dich hier ohnehin mit einer Briefingvorlage versorgen – stell dich aber darauf ein, dass hier noch ein wenig Fleißarbeit auf dich zukommt. Ein gutes Briefing umfasst neben potenziellen Inhaltswünschen vor allem Angaben zum Stil, zur Ansprache und zum Umfang der Texte. Je besser du beschreiben kannst, wie du dir deine Texte vorstellst, desto besser ist am Ende auch die Umsetzung. Bist du dir bei manchen Fragen unsicher, sprich mit dem:der Texter:in – wir helfen immer gerne.

Lass Bauch und Kopf zusammenarbeiten, wenn du einen Texter finden möchtest

Geht es um die Suche nach Texter:innen, gibt es wie für so viele andere Fragen auch hier kein Patentrezept. Viele Faktoren wie Spezialisierungen, Budget und Projektumfang spielen eine Rolle bei der Recherche und beeinflussen deine Optionen. Letztendlich geht es aber gerade für längerfristige Zusammenarbeiten darum, jemanden zu finden, der ein Team mit dir bildet und mit dem du dich gut verstehst. Neben fachlichen Aspekten darfst du also unbedingt auch deinen Bauch mitentscheiden lassen – euch beiden soll die Zusammenarbeit Spaß machen.