Nischen-Keywords finden

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©️Samuel Ramos - Unsplash

und für deine Sichtbarkeit nutzen

Du steckst gerade mitten im Aufbau deines Blogs und hast das Gefühl, kaum gegen zu starke Konkurrenz anzukommen, die für jedes Keyword auf der ersten Seite zu ranken scheint? Statt den Versuch zu starten, große Marken für Keywords mit vierstelligen Suchanfragen pro Monat zu überholen, lohnt sich oft auch der Blick auf kleinere Keywords – die sogenannten Nischen-Keywords. Sie haben ein geringeres Suchvolumen, dafür aber auch weniger Konkurrenz. Warum solche Keywords deine Brand trotz oder gerade durch ihr geringes Suchvolumen voranbringen können und wie du die passenden Nischen-Keywords findest, erfährst du hier.

Was sind Nischen-Keywords und warum brauchst du sie?

Die Definition von Nischen-Keywords liegt eigentlich schon im Wort selbst. Es handelt sich dabei um Keywords, die eine sehr konkrete Nische abdecken statt eines weit gefassten Suchbegriffs. Dadurch ist ihr Suchvolumen oft deutlich geringer als das allgemeinerer Keywords, allerdings ist gleichzeitig auch die Konkurrenz geringer. Du hast also die Chance, mit solchen Keywords auch als kleine Brand gute Rankings zu erzielen, ohne gegen die großen Namen in deinem Bereich ankommen zu müssen.

Zu viel Theorie? Dafür gibt’s natürlich Beispiele:

Allgemeine KeywordsNischen-Keywords
Reise planenReise nach Edinburgh im September planen
Nachhaltig lebenTipps für mehr Nachhaltigkeit im Haushalt
Haus verkaufenHaus in Süddeutschland ohne Makler verkaufen
CoachingOnline Coaching für Führungskräfte
IT-InfrastrukturCloud-Infrastruktur für KMU

In der Regel zeigt dein Keyword-Tool dir sofort sinnvolle Nischen-Keywords an, wenn du ein allgemeineres Keyword suchst:

Übersicht allgemeine Keywords

Setzt du Nischen-Keywords in deinem Blog richtig ein, ergeben sich daraus verschiedene Vorteile:

  • Geringerer Wettbewerb: Zu Nischen-Keywords gibt es aufgrund des geringeren Suchvolumens auch weniger Artikel. Oft hast du damit Chancen, Keywords zu erwischen, für die die großen Marken in deiner Branche nicht ranken.

  • Bessere Klickraten: Deine Chancen auf gute Rankings stehen mit Nischen-Keywords deutlich besser als bei allgemeineren, entsprechend besser sind auch oft deine Klickraten.

  • Hochwertiger Traffic: Je konkreter eine Suchanfrage ist, desto informierter sind die Lesenden schon. Wer also nach einem sehr speziellen Keyword sucht, gehört mit hoher Wahrscheinlichkeit genau zu deiner Zielgruppe.

  • Longtail-Keywords und natürliche Fragen: Nischen-Keywords sind oft auch Longtail-Keywords oder Fragen, die du automatisch mit abdeckst.

  • KI-Sichtbarkeit: Gerade direkte Antworten auf Fragen können deine Sichtbarkeit in KI-Tools wie ChatGPT oder Claude verbessern. KI-Prompts sind natürlicher und länger als klassische Keywords und ähneln eher Longtail-Keywords als klassischen Keywords.

Warum Nischen- und Longtail-Keywords für KI-Sichtbarkeit wichtiger werden

Suchen wir über KI-Tools wie ChatGPT oder Claude, sieht die Interaktion mit der Suchmaske ganz anders aus als über Google oder Bing. In klassischen Suchmaschinen suchen wir vor allem nach Keywords, mit LLMs hingegen führen wir ganze Konversationen. Das sorgt wiederum dafür, dass das Suchverhalten sich weg von Keywords und hin zu längeren Fragen entwickelt. Was bedeutet das für unsere Nischen-Keywords?

  • Je nischiger ein Keyword ist, desto weniger Inhalte gibt es dazu und desto höher ist die Wahrscheinlichkeit für ein gutes Ranking und dafür, dass LLMs die Inhalte zitieren.
  • Je länger ein Keyword ist, desto eher gleicht es einem Prompt, nach denen LLMs agieren. Solche Longtail-Keywords sind oft auch Nischen-Keywords, da sie entsprechend spezifisch sind und seltener gesucht werden. Statt „Balkonpflanzen“ sprechen wir beispielsweise von „Balkonpflanzen für Südausrichtung winterhart“.

Menschen stellen LLMs spezifischere Fragen als klassischen Suchmaschinen. Umso wichtiger werden also auch spezifische Antworten und Inhalte in Blogartikeln.

4 Tipps, wie du die passenden Nischen-Keywords findest

Die passenden Nischen-Keywords zu finden, ist wahrscheinlich die anstrengendste Etappe auf deiner Wanderung in Richtung Sichtbarkeit. Da die Begriffe so spezifisch sind, gibt es unzählige Möglichkeiten, die du erst einmal finden und danach sortieren und priorisieren darfst. Damit du dich nicht auf dem Weg verläufst, habe ich dir ein paar Tipps zusammengestellt.

Starte mit einem Brainstorming
Jede Keyword-Analyse darf mit dem guten alten Brainstorming starten. Sammle Begriffe, die dir zu deinem Thema in den Kopf kommen und sammle sie in einer Liste. Inspiration kannst du dir in themennahen Blogs, in Newslettern oder in den sozialen Medien suchen. Viele Themen ergeben sich auch aus Fragen in Kundenprojekten. Grundsätzlich lohnt es sich, eine Themenliste anzulegen, auf die du immer und überall Zugriff hast. Wenn dir beim Spaziergang um den See Ideen kommen oder mitten in der Kundenarbeit, kannst du sie für zukünftige Blogartikel schnell abspeichern.

Kombiniere deine Keyword-Ideen
Hast du einige Ideen gesammelt, kannst du dir als Nächstes anschauen, wie du sie kombinieren kannst. Passen Unterthemen zusammen, kannst du daraus ein Nischen-Keyword erschaffen oder Fragen aus deinen Ideen formulieren. Hier kommt es nur darauf an, mögliche Keyword-Ideen zu sammeln, damit die anschließende Analyse mit SEO-Tools einfacher ist.

Nutze Tools für Suchvolumen und Vorschläge
Im nächsten Schritt verschaffst du dir einen Überblick darüber, welche deiner Keyword-Ideen auch wirklich gesucht werden. Gib dazu einfach deine Ideen im SEO-Tool deiner Wahl ein und schau dir an, wie hoch Suchvolumen und Konkurrenz sind. Die meisten Tools schlagen dir an dieser Stelle auch ähnliche Keywords vor, die zu deinen Ideen passen könnten und vielleicht noch bessere Daten mitbringen. Probier hier einfach ein paar Kombinationen aus und erstelle eine Liste mit finalen Keyword-Ideen.

Wähle die passenden Keywords aus
Jetzt geht es an die finale Auswahl für deine Blogthemen. Wirf dafür einen Blick auf die Suchergebnisse zu deinen ausgewählten Keywords bei Google. Passen die Inhalte zu dem, was du zum Keyword im Kopf hattest? Wie viele vergleichbare Artikel oder Unterseiten gibt es schon? Tauchen die großen Konkurrenz-Brands auf oder hast du gute Chancen, mit deinem Artikel weit oben zu ranken? Im Anschluss kannst du mit der konkreten Planung und Umsetzung deiner Artikel starten.

Nischen-Keywords in der Praxis: ein Beispiel

Wie das Ganze in der Realität aussehen kann? Dafür hab ich ein paar Screenshots aus meinem eigenen Themenbereich mitgebracht. Ein ganz allgemeines Brainstorming startet mit Keywords wie Blogthemen, Blog aufbauen, Blog SEO oder Content Marketing. Daraus kann ich Kombinationen erstellen wie Content Marketing Blog, Blog SEO oder SEO Blogartikel. Diese Kombinationen kannst du je nach Ergebnis deines SEO-Tools beliebig erweitern, wenn dir Suchvolumen und Konkurrenz noch immer zu hoch erscheinen.

Brainstorming und Kombinationen Nischen-Keywords

In diesem Fall hat Ubersuggest mir ein paar sinnvolle Nischen-Keywords ausgegeben. Ich kann meinen nächsten Blogartikel zum Beispiel zum Thema „SEO Blogartikel schreiben“ erstellen.

Allgemeine und Nischen-Keywords

Wichtig ist: Die Zahlen variieren je nach Themengebiet stark. Bist du zum Beispiel im Bereich Reisen unterwegs, dürfen deine Keywords vermutlich noch deutlich spezifischer werden, bevor du wirklich eine Nische mit weniger Konkurrenz findest. Mit der Zeit bekommst du aber ein Gefühl dafür, was gute Werte für deine Nische sind.

Gewinne an Sichtbarkeit in Suchmaschinen und LLMs durch Nischen-Keywords

Sichtbarkeit, die deinen Blog wirklich voranbringt, muss nicht immer von allgemeinen Keywords kommen, bei denen du dich gegen starke Konkurrenz durchsetzen musst. Oft können Nischen-Keywords mit nur wenigen Suchanfragen im Monat, dafür aber mit geringer Konkurrenz, ein guter Weg sein, deine Sichtbarkeit zu steigern. Deine Chancen auf Rankings in den Top-Positionen stehen auch als kleine Brand deutlich besser und du hast bessere Chancen auf Conversions durch gute Artikel. Insgesamt macht es aber letztendlich die Mischung – am besten kombinierst du übersichtliche Artikel mit eigenen Erfahrungen zu allgemeinen Keywords mit detaillierten Artikeln zu Nischen-Keywords.

Häufige Fragen & Antworten rund um Nischen-Keywords und wie du sie findest

Nischen-Keywords kannst du vor allem dann einsetzen, wenn du großer Konkurrenz zu einem Thema aus dem Weg gehen möchtest. Je geringer das Suchvolumen zu einem Keyword ist, desto geringer ist in der Regel auch die Konkurrenz – die großen Brands setzen eher auf Keywords mit mehr Suchvolumen, sodass du bei Nischen-Keywords gute Chancen auf hohe Rankings hast. Ein weiterer Vorteil: Wer nach so spezifischen Begriffen sucht, passt oft perfekt in deine Zielgruppe. Der Weg zur Anfrage kann damit kürzer werden.
Am besten recherchierst du in mehreren Schritten. Zuerst sammelst du frei Ideen zu deinem Thema, zum Beispiel aus anderen Blogs, aus Social Media, Newslettern oder deinen eigenen Kundenprojekten. Danach kombinierst du passende Unterthemen miteinander oder formulierst Fragen aus den Keywords. Im dritten Schritt prüfst du deine ersten Ideen und Kombinationen mit einem SEO-Tool auf Suchvolumen und Konkurrenz und suchst dir darin bei Bedarf zusätzliche Inspiration. Die passendsten Keywords nimmst du dann in deine Artikelplanung auf.
Grundsätzlich funktioniert jedes Keyword-Tool, mit dem du Suchvolumen und Konkurrenz einsehen kannst. Wichtig ist, dass es dir ähnliche Vorschläge zu deinen Ideen anzeigt. Ich persönlich arbeite seit Jahren mit ubersuggest und fahre damit gut. Ergänzen kannst du deine Recherche mit Google Suggest, um ähnliche Suchanfragen zu finden.
Sinnvoll sind Nischen-Keywords dann, wenn sie nur wenig Konkurrenz haben und gleichzeitig perfekt zu deinem Angebot passen. Das geringere Suchvolumen kannst du teils durch relevantere Klicks ausgleichen, weil du genau die Leser:innen auf deinen Blog bringst, die schon Interesse an deinen Leistungen zeigen. Immer sinnvoller werden auch Longtail-Keywords in Form von Fragen, weil sie zusätzlich das Suchverhalten in KI-Tools widerspiegeln.
Letztendlich brauchst du beides. Eine sinnvolle Mischung aus allgemeineren Keywords und Nischen-Keywords bringt dich meist am weitesten. Keywords mit hohem Suchvolumen bringen dir Reichweite, auch wenn die Konkurrenz höher ist. Nischen-Keywords bringen dir zwar weniger, dafür aber wertvolle Klicks und oft eine höhere Klickrate ein. Statt dich für einen Weg zu entscheiden, kombinierst du am besten übersichtliche Artikel zu allgemeineren Themen mit detaillierten Artikeln zu spezifischen Themen aus deiner Nische.