Höher, schneller, weiter:

Warum die Hustle Culture das Gegenteil erreicht
Bloß keine Pausen einlegen, faul auf der Couch liegen oder die Arbeit mal ein paar Tage Arbeit sein lassen. Stattdessen immer produktiv sein, neue Ideen sammeln und sich selbst oder das eigene Business weiterentwickeln – diese Vision transportiert die Hustle Culture. Denn nur so kannst du es wirklich nach ganz oben schaffen und erfolgreich werden – richtig? Falsch. Auch, wenn die vielen TikTok und Instagram Accounts uns glauben machen wollen, dass ein Side Business zum Standard gehört und du in deiner Selbstständigkeit auf jeden Fall fünfstellige Monatsumsätze machen solltest, brauchst du nichts davon, um erfolgreich zu sein. Lass mich dir erklären, warum die Hustle Culture für viele Freelancer und Unternehmer:innen eher schädlich ist und wie auch du ganz nach Balus Grundsatz „mit Ruhe und Gemütlichkeit“ ein erfolgreiches Business aufbauen kannst.
Was bedeutet überhaupt Hustle Culture und warum ist sie allgegenwärtig?
Was bedeutet überhaupt Hustle Culture und warum ist sie allgegenwärtig?
Hustle Culture ist ein Begriff aus dem US-Amerikanischen Raum, der häufig auch als Workaholism, Burnout Culture oder Toxic Productivity bezeichnet wird. Allerdings ist Hustle Culture eben der Begriff, der durch einige Menschen glorifiziert und bekannt gemacht wurde. Es geht dabei um die Haltung, dass du mit genügend Arbeit, Ehrgeiz und Motivation grundsätzlich alles schaffen kannst. Eigentlich ein positives Mantra, das motiviert. Allerdings stellt die Hustle Culture die meist beruflichen Ziele über die mentale und körperliche Gesundheit – sowohl für Selbstständige als auch für Angestellte. Das kann sich dabei auf unterschiedlichen Wegen äußern:
Besonders durch Social Media Plattformen wie TikTok oder Instagram, aber auch über LinkedIn hat die Hustle Culture in den letzten Jahren an Sichtbarkeit und Beliebtheit gewonnen. Versprechungen von hohen Umsätzen, dem oberen Ende der Karriereleiter oder erfolgreichem passivem Einkommen durch ein Side Business locken nach wie vor viele Neugierige an. Jedoch sehen wir Leser:innen in den sozialen Medien wie so oft nur die positiven Seiten und Erfolgsgeschichten.
So kann die Hustle Culture sich negativ auf dich und dein Business auswirken
So kann die Hustle Culture sich negativ auf dich und dein Business auswirken
Arbeiten wir mit einem Ziel vor Augen, fokussieren uns voll auf dieses Ziel und stecken viel Zeit und Energie in unseren Weg, ist es problemlos möglich, unser Ziel auch zu erreichen – das möchte die Hustle Culture uns glauben machen. Positive Effekte können sicherlich hohe Umsätze, viele Kund:innen und spannende neue Projekte sein. Allerdings kann zu viel und vor allem dauerhafte Arbeit und Erreichbarkeit verschiedene negative Auswirkungen haben.
Im Umkehrschluss bedeutet das, dass zu viel Hustle sich letztendlich auch negativ auf dein Business auswirken kann. Geht es dir mental schlecht, bist du dauerhaft gestresst oder erleidest sogar einen Burnout, musst du möglicherweise längere Zeit von der Arbeit zurücktreten und schadest damit deinem Business.
Slow Business statt Hustle Culture: Erfolgreich, aber gelassen
Slow Business statt Hustle Culture: Erfolgreich, aber gelassen
Statt dich voll in die Hustle Culture zu stürzen, um vermeintlichen Erfolg in Form von utopischen Umsätzen oder Kundenzahlen mit deiner Selbstständigkeit zu erzielen, kannst du den Erfolg deines Business auch an andere Faktoren knüpfen und ihn auf anderen Wegen erreichen. Einen bewussten Gegenpol zur Hustle Culture bildet die Slow Business Mentalität. Keine Sorge – dabei geht es nicht darum, dich auszubremsen. Vielmehr liegt der Fokus eines Slow Business darauf, auf gesundem Weg nachhaltig deine persönliche Definition von Erfolg zu erreichen. Diese Definition kann dabei ganz individuell aussehen:
Mit dem Slow Business Ansatz stellst du sicher, dass deine Leidenschaft, gute Kundenbeziehungen und hochwertige Arbeit im Mittelpunkt deiner Selbstständigkeit stehen. Ebenso wie deine Work Life Balance, körperliche und mentale Gesundheit. Statt dich dem künstlich erzeugten Stress der zahlreichen Hustle Culture Social Media Accounts zu ergeben, stellst du dich selbst in den Fokus und wirst der Hauptcharakter deiner eigenen Geschichte.
Fazit: Nimm den Druck der Hustle Culture raus und folge deinen eigenen Zielen
Fazit: Nimm den Druck der Hustle Culture raus und folge deinen eigenen Zielen
Druck von außen, Stress und zu hohe Erwartung zählen zu den Faktoren, die einen besonders negativen Einfluss auf dich und dein Business nehmen können. Von zu vielen Seiten wird noch immer von Selbstständigen erwartet, dass sie immer „höher, schneller, weiter“ möchten. Dass viele Freelancer oder Gründer:innen sich jedoch selbstständig machen, um von den Freiheiten zu profitieren und ihrer beruflichen Leidenschaft nachzugehen, wird dabei zu oft vernachlässigt. Stattdessen wird eine sicherlich nur in sehr geringem Maß gesunde Hustle Culture angepriesen, die den vermeintlichen Erfolg garantieren soll. Ob bewusst mit dem Slow Business Ansatz oder einfach, indem du dich täglich darauf fokussierst, dein Leben statt deiner Arbeit in den Mittelpunkt zu stellen: Nimm den Druck aus deiner Selbstständigkeit heraus und folge deinen eigenen Zielen, statt der Hustle Culture.