Neujahrsvorsätze für dein Business im Februar:

Neujahrsvorsätze
©️Daiga Ellaby - Unsplash

Nimm den Druck aus dem Januar!

Siehst du auch seit Wochen Social Media Posts und Werbung, die dich förmlich mit den üblichen Slogans wie „New Year, New Me“ oder „2025 wird DEIN Business-Jahr!“ anschreien? Kaum etwas scheint für deine Selbstständigkeit wichtiger zu sein als Neujahrsvorsätze und ein ins kleinste Detail ausgearbeiteter Plan für das neue Jahr. Was ich dabei hauptsächlich verspüre? Druck. Druck, alles sofort und vor allem perfekt machen zu müssen. Druck, mit Neujahrsvorsätzen die Weichen für das gesamte Jahr stellen zu müssen. Und Druck, den imaginären Berg namens 2025 nur erklimmen zu können, wenn meine Vorsätze schon im Januar die richtigen sind.

Statt es mit den Neujahrsvorsätzen komplett bleiben zu lassen, möchte ich dir heute eine andere Idee vorstellen: Neujahrsvorsätze im Februar. Lass mich dir zeigen, warum sie den Druck rausnehmen und wie du Neujahrsvorsätze erarbeitest, die zum Erfolg werden.

Was ist überhaupt der Sinn hinter Neujahrsvorsätzen?

Für viele Menschen bedeutet ein neues Jahr nicht nur einfach das Umblättern des Kalenders. Vielmehr steht es für einen Neuanfang. Eine neue Chance, endlich regelmäßig Sport zu machen, gesünder zu leben oder weniger Zeit am Smartphone zu verbringen. Auch viele Selbstständige nutzen diesen Zeitpunkt, einen Neuanfang in ihrem Business zu starten: endlich die Buchhaltung in den Griff bekommen, sich Unterstützung für den Blog suchen oder mit einem neuen Social Media Kanal beginnen. Grundsätzlich geht es oft darum, eine Antwort auf verschiedene Fragen zu finden und herauszufinden, wie du darauf hinarbeiten kannst.

  • Was ist mir wichtig?
  • Wie definiere ich ein erfolgreiches und erfüllendes Leben?
  • Wie kann ich den Weg zum glücklichen Leben schaffen?

Diese Fragen dienen als Wanderausrüstung für den Weg in ein erfülltes Leben und Business. Sie sollen dir dabei helfen, einen Plan für das neue Jahr zu schmieden und das Beste aus dir und deinem Business herauszuholen. Das Problem dabei: Viele Menschen setzen sich dabei schnell unter Druck oder erarbeiten Neujahrsvorsätze, die sie kaum einhalten können und deshalb nach wenigen Wochen wieder aufgeben.

Warum Neujahrsvorsätze im Februar eher von Erfolg gekrönt sind als im Januar

Vielleicht schreien auch dich in den sozialen Medien zahlreiche Accounts an, dass es Zeit ist, deine guten Vorsätze in die Tat umzusetzen. Du wirst förmlich mit Tipps zur Selbstoptimierung überhäuft – sowohl für dein Privatleben als auch fürs Business. Zumindest für ein paar Tage oder Wochen scheint außerdem jede*r das perfekte Leben zu haben. Und das erzeugt unglaublichen Druck, weshalb der Januar für viele Menschen automatisch mit Leistungsdruck und noch mehr Perfektionismus verbunden ist. Alles soll sofort perfekt sein, statt Vorsätze reifen und Veränderungen langsam entstehen zu lassen. Dass in einem solchen Umfeld die Quote derer, die die 180-Grad-Wendung nicht durchziehen, ziemlich hoch ist, ist weder verwunderlich noch ein Geheimnis.

Warum jetzt Neujahrsvorsätze im Februar das Problem lösen sollen?

Ganz einfach – Sie nehmen den Druck raus. Sobald nicht mehr der Januar im Kalender steht, haben die meisten Menschen ihre Vorsätze längst über Bord geworfen und sind wieder im grauen Alltag angekommen. Jetzt ist dein Moment, realistische Vorsätze zu erarbeiten und sie ohne die Januar-Panik in dein Leben und dein Business zu integrieren.

Du möchtest mehr Sport machen? Statt dich am 1.1. im Fitnessstudio anzumelden, kannst du im Januar in Ruhe nach einem Onlinekurs recherchieren, an dem du ab Februar ein- bis zweimal in der Woche teilnimmst – abseits des Neujahrstrubels. Du möchtest dir mehr Zeit für Planung und Reflexion in deinem Business nehmen und endlich mit deinem Blog starten? Dann mach dir im Januar Gedanken, wie du deinen Wochenplan verändern kannst und beginne ab Februar mit der Umsetzung. Ein großer Vorteil dabei ist auch, dass du nicht unzählige Menschen siehst, die ihre Neujahrsvorsätze vermeintlich perfekt umgesetzt haben – ein Großteil hat die Vorsätze schließlich schon über Bord geworfen.

Tipps für Neujahrsvorsätze in deinem Business

Für eine erfolgreiche Umsetzung deiner Neujahrsvorsätze kommt es jedoch noch viel mehr auf die Vorsätze selbst als auf den Zeitpunkt an. Klar – du kannst mit einem späteren Start den Druck aus dem chaotischen Januar nehmen. Sind deine Vorsätze und Ziele aber kaum erreichbar, reicht auch der mentale Trick der Februarsvorsätze nicht aus. Wähle deine Neujahrsvorsätze also achtsam und nimm Rücksicht auf einige Faktoren.

  • Konkrete Ziele: Achte bei der Formulierung darauf, dass deine Ziele so konkret wie möglich sind. Statt „Mehr Umsatz machen“ könnte ein konkretes Ziel so lauten: „Ich möchte nach der Hälfte des Jahres X € Umsatz gemacht haben. Dafür brauche ich X neue Kund:innen.“ Eine solche Formulierung hilft dir dabei, später einen konkreten Plan zu erarbeiten, um aktiv auf dieses Ziel hinzuarbeiten.

  • Realistische Ziele: Natürlich wünschen wir uns alle sechsstellige Umsätze, möchten ausschließlich mit Traumkund:innen arbeiten und in unserer Nische bekannt werden. Diese Wünsche dürfen auf jeden Fall auch zu Zielen werden. Wichtig für deine konkreten Neujahrsvorsätze ist jedoch, dass diese Ziele auch realistisch sind. Auch, wenn Coaching-Programme dir vermitteln möchten, dass fünfstellige Monatsumsätze innerhalb weniger Monate erreichbar sind, entspricht das nur bei den wenigsten der Realität. Stecke dir deshalb Ziele, die ambitioniert, aber erreichbar sind, etwa die Gewinnung von eine:r Neukund:in pro Monat, wenn du eine 1:1-Zusammenarbeit anbietest.

  • DEINE Ziele: Geh bei der Zusammenstellung deiner Neujahrsvorsätze zunächst in dich und frage dich bei jedem Vorsatz: Ist das mein Ziel oder möchte es mir jemand anders aufdrücken? Besonders hinterhältig sind dabei vermeintliche Anforderungen aus der Gesellschaft. Ist es wirklich dein Ziel, selbst und ständig zu arbeiten, wie es die Gesellschaft von uns zu erwarten scheint? Oder wünschst du dir in Wirklichkeit eine gelassene Selbstständigkeit, von der du komfortabel leben kannst, aber dennoch genügend Freizeit hast?

  • Ziele zum Scheitern: Neigst du auch zu Perfektionismus und glaubst nicht daran, dass du manche deiner Ziele wirklich erreichen kannst? Setze dir ein konkretes Ziel, das von Anfang an zum Scheitern verurteilt ist. Bei mir ist das zum Beispiel, eine so große Reichweite bei LinkedIn aufzubauen, dass es zusammen mit meinem Blog zum Hauptkundenkanal wird. Einerseits kannst du damit dich selbst und deinen Perfektionismus austricksen – denn, was nicht erreichbar ist, muss auch nicht perfekt sein, oder? Andererseits lernst du so, dass Scheitern okay ist. Und wer weiß – vielleicht kommst du auf der Wanderung zu diesem Ziel viel weiter als du erwartet hattest, ganz ohne den Druck, es erreichen zu müssen.

  • Ziele, die Spaß machen: Deine Neujahrsvorsätze sind dazu da, dich anzuspornen und konkrete Ziele abzubilden, die dich in die Umsetzung bringen. Was sie allerdings nicht tun sollen, ist dich unter Druck zu setzen. Siehst du beim Blick auf deine Vorsätze nur ambitionierte Ziele, die du ins Detail ausgearbeitet hast und dein unerreichbares Ziel, kann dich vielleicht der Mut verlassen. Was dabei hilft? Ein paar kleine Ziele, die Spaß machen! Du tauschst dich gerne mit anderen Menschen über deine Branche aus? Setze dir das Ziel, Gast in einem branchenspezifischen Podcast zu sein. Dir macht Grafikdesign Spaß? Dann könnte dein Ziel eine Weiterbildung zu diesem Themengebiet sein. Nicht jedes Ziel muss einen ernsten Hintergrund haben und dir Umsatz einbringen – wie so oft macht’s die Mischung.

Fazit: Mehr Ruhe und weniger Druck mit Neujahrsvorsätzen im Februar!

Der Jahresanfang muss kein Wettrennen sein, um perfekte Neujahrsvorsätze umzusetzen. Indem du dir bewusst Zeit nimmst und erst im Februar mit deinen Neujahrsvorsätzen startest, kannst du dem Druck des Januars entfliehen und deinen Fokus auf realistische, persönliche und umsetzbare Ziele legen. Plane achtsam, lass Veränderungen in deinem Tempo entstehen und wähle Vorsätze, die dich motivieren und dir Freude machen. So schaffst du nicht nur einen entspannteren Start ins neue Jahr, sondern legst auch den Grundstein für ein erfüllteres Leben und erfolgreiches Business – ganz ohne den Januar-Stress.