Agentur oder Freelancer?

Beitragsbild Freelancer oder Agentur
©️Miras Bilder

Welcher Weg ist der richtige?

Du hast eine Entscheidung getroffen: Du möchtest einen Blog aufbauen, deine Website erneuern oder deine Präsenz auf Social Media ausbauen. Dann kann’s jetzt sofort losgehen, oder? Vielleicht auch nicht – denn erst einmal steht eine Entscheidung an, wenn du dich nicht selbst um die Umsetzung kümmern kannst oder möchtest. Mit wem arbeitest du zusammen? Mit einer Agentur oder Freelancern? Wenn du dich gerade vor dieser Weggabelung befindest und mit der Beschilderung nichts anfangen kannst, habe ich hier für dich den passenden Wanderführer zusammengestellt – mit Vor- und Nachteilen beider Wege, ihren Hindernissen und Abkürzungen sowie mit einer Entscheidungshilfe für dein Projekt.

Was ist eine Agentur und was ist ein Freelancer?

Ich greife an dieser Stelle direkt mit dem größten Unterschied zwischen Agenturen und Freelancern vor: Eine Agentur besteht aus einem Team von Spezialist:innen – Freelancer hingegen sind soloselbstständig, oft auch Freiberufler. Was das für dich bedeutet? Bei einer Agentur kannst du meist eine Vielzahl an Leistungen buchen, sie begleitet dich in verschiedenen Bereichen wie etwa

  • Grafikdesign
  • Webdesign
  • Texte für Websites & Blogs
  • Social Media
  • Print

Je nach Spezialisierung und Größe der Agentur sind die Leistungen unterschiedlich breit gefächert. Oft kannst du so vollständige Marketingkampagnen oder das gesamte Rebranding für dein Unternehmen auslagern und auch die Koordination an die Agentur abgeben – also ein Rundum-Sorglos-Paket. Freelancer hingegen sind auf ein konkretes Themengebiet spezialisiert – ob das Texte für deinen Blog sind, Social Media Management oder Webdesign. Das gibt dir wiederum mehr Freiheit für die Planung des gesamten Projekts und die Möglichkeit, für alle Bereiche genau den oder die Spezialist:in zu beauftragen, die zu deiner Marke passt.

Die Vorteile und Hindernisse von Agenturen und Freelancern

Schaust du noch einmal auf deine Weggabelung, handelt es sich bei einer Agentur um einen Reiseanbieter, bei dem du ein bereits vorgeplantes Programm buchen kannst – zu Fuß, mit dem Fahrrad oder der Seilbahn – und bei einem Freelancer um den privaten Wanderguide, der die Wanderroute gemeinsam mit dir plant. Beide Möglichkeiten haben natürlich ihre eigenen Argumente, die für sie sprechen.

Vorteile von Agenturen

  • Du kannst dein gesamtes Projekt auslagern.
  • Du musst dich nicht um die Projektkoordination kümmern.
  • Du arbeitest mit einem eingespielten Team.

Nachteile von Agenturen

  • Die Abstimmung kann mehr Zeit in Anspruch nehmen, da du nicht direkt mit den Menschen in die Abstimmung gehst, die deinen Auftrag bearbeiten.
  • Die Kosten liegen bei Agenturen oft höher als bei Freelancern.
  • Möglicherweise brauchst du die Vielfalt an Leistungen gar nicht.

Vorteile von Freelancern

  • Du profitierst von maximaler Flexibilität – oft sind Freelancer schneller verfügbar als Agenturen.
  • Du kannst das Projekt direkt mit der Person abstimmen, die auch daran arbeitet.
  • Du kannst exakt den oder die Spezialist:in buchen, die zu deinen Wünschen passt.

Nachteile von Freelancern

  • Bei verschiedenen Projektbereichen brauchst du möglicherweise mehrere Freelancer – etwa eine:n Texter:in und eine:n Webdesigner:in.
  • Fällt ein Freelancer aus, bleibt dein Projekt in der Regel liegen.
  • Viele empfinden die Suche nach Freelancern als schwieriger.

Agentur oder Freelancer: Welcher Weg ist jetzt der richtige für dich?

Wie es sich nun mal so oft mit Weggabelungen verhält: Den einen richtigen Weg gibt es nicht. Vielmehr ist es deine Aufgabe, abzuwägen, welchen Weg du dir besser vorstellen kannst und welcher zu deinem konkreten Projekt passt. Stelle dir dafür zum Beispiel diese Fragen.

Wie umfangreich ist das Projekt?
Frag dich am Anfang immer, was du überhaupt vorhast. Möchtest du dein gesamtes Marketing umkrempeln und brauchst jemanden, der sowohl an einer Social Media Strategie arbeitet als auch deinen Websiterelaunch plant und Erfahrungen mit Ads-Kampagnen hat? Dann ist der Weg mit einer Marketingagentur wahrscheinlich der einfachere. Planst du hingegen den Aufbau deines eigenen Blogs, kannst du auch optimal mit einem Freelancer zusammenarbeiten. Je weniger unterschiedliche Leistungen du benötigst, desto eher ist die Freelance-Zusammenarbeit sinnvoll.

Welche Art von Zusammenarbeit wünschst du dir?
Was möchtest du überhaupt? Vielleicht hast du eigentlich schon eine Entscheidung getroffen und suchst gerade nur noch nach der Bestätigung. Sieh den Artikel hier gerne als deine nötige Bestätigung an. Wenn du dich mit den verschiedenen Arbeitsweisen auseinandergesetzt und die Vor- und Nachteile von Freelancern und Agenturen abgewogen hast, kannst du dich entscheiden, wie immer du möchtest. Dir gefällt die Arbeitsweise von Agenturen mit mehreren verschiedenen Spezialist:innen und Erfahrung mit zahlreichen parallelen Großprojekten besser? Dann mach dich auf die Suche! Du möchtest lieber eng mit der Person, die deine Projekte umsetzt, an Strategien und Ideen arbeiten? Dann mach dich auf die Suche nach passenden Freelancern!

Wie sieht dein Budget aus?
Natürlich spielt wie so oft auch dein Budget eine Rolle. Freelancer sind soloselbstständig, arbeiten im Homeoffice oder in einem gemieteten Coworking Space und haben in der Regel keine zusätzlichen Mitarbeitenden. Bei Agenturen hingegen zahlst du auch das Drumrum – mehrere Mitarbeitende, die Büroräume, Unternehmensstrukturen. Das macht sie häufig teurer als Freelancer – aber eben auch gerüstet für mehrere und vielseitige Projekte gleichzeitig.

Wie steht es um deine zeitlichen Kapazitäten?
Hast du selbst Zeit, dein Projekt zu koordinieren, Rückfragen zu beantworten und an ersten Entwürfen zu feilen? Oder brauchst du eigentlich ein Team, das komplett eigenständig arbeitet und dir alle Aufgaben zum Projekt abnimmt? Je nachdem, wie viel Zeit du hast und wie tief du ins Projekt eingespannt sein möchtest, spielt auch dieses Thema in deine Entscheidung mit rein.

Fazit: Auf deinem persönlichen Wanderweg zum Projekterfolg

Stehst du gerade an der Weggabelung zwischen Agentur und Freelancer, gibt es grundsätzlich keinen falschen Weg – vielmehr geht es um die Frage, dich für den Weg zu entscheiden, der zu deinen Anforderungen passt. Wählst du die Agentur-Route, folgst du einem gut ausgeschilderten Wanderweg mit einem erfahrenen Team, das dir die Orientierung erleichtert. Entscheidest du dich für den Freelancer-Pfad, hast du mehr Flexibilität und kannst deine Route individuell planen. Deine Entscheidung dabei ist ganz abhängig von deiner Zeit, Ausrüstung und Abenteuerlust.