Die Kunst des Storytellings im Marketing:

Wie aus deinen Texten authentische Geschichten werden
Storytelling – Buzzword, Trend oder doch die Ausrüstung deiner Wahl, wenn es um erfolgreiches Marketing geht? Fragst du drei verschiedene Menschen zu ihrer Meinung zum Storytelling, erhältst du wahrscheinlich fünf verschiedene Antworten. Logisch – da Storytelling für das Marketing mittlerweile immer häufiger in den Raum geworfen wird, haben sich auch zahlreiche Definitionen in den Köpfen der Menschen eingenistet. Statt dich jetzt aber mit wissenschaftlichen Definitionen zu langweilen, möchte ich dir heute zeigen, wie Storytelling im Marketing dir ganz konkret helfen kann – und warum es dafür überhaupt kein umfangreich und professionell produziertes Imagevideo braucht.
Was ist denn jetzt Storytelling und warum ist es wichtig fürs Marketing?
Vielleicht hast du gerade noch das Gefühl, im morgendlichen Nebel zu stehen, bevor du den klaren Wanderweg hin zu deinem Ziel ausmachen kannst. Keine Sorge – wir lichten den Nebel rund um das sagenumwobene Storytelling jetzt gemeinsam. Letztendlich geht es dabei nämlich um nichts anderes als um die Präsentation von Produkten oder Dienstleistungen innerhalb eines Erzählrahmens unter Einsatz dramaturgischer Mittel – ist doch kurz theoretisch geworden, sorry.
Wenn wir uns aber diese theoretische Definition anschauen, wird eins ganz schnell klar: Sie soll dich im Nebel stehen lassen und Dienstleistenden als Anhaltspunkt dienen, dir etwas zu verkaufen, weil du es selbst nicht greifen kannst. So entsteht dann schnell der Irrglaube, dass Storytelling immer etwas mit riesigen Marketingkampagnen, einem langen Imagevideo oder einer vollständig neuen Website zu tun haben muss.
Worum es aber eigentlich im Storytelling geht? Produkte, Dienstleistungen und deine Marke nahbar und spannend machen – auch, wenn es dabei teilweise um trockene Themen geht. Denn: Geschichten gibt es, seit es uns Menschen gibt. Sie reißen uns mit, öffnen uns die Augen für neue Wege und bleiben im Kopf. Setzen wir dieses Wissen im Marketing ein, kann das verschiedene Vorteile schaffen:
Nebel gelichtet? Dann kann die Wanderung losgehen – schauen wir uns an, wie du Storytelling konkret in deinem Marketing einsetzen kannst.
Storytelling ins Marketing integrieren: 3 Ideen für dein Business
Einzelne Elemente aus dem Storytelling oder vollständige Geschichten kannst du in mehreren verschiedenen Bereichen deines Business einsetzen, von deinem Business an sich bis hin zu Fachthemen, die du anschaulicher erklären möchtest.
Hast du herausgefunden, in welchen Formaten und Bereichen du Storytelling im Marketing einsetzen kannst, hast du schon den halben Weg zum Berggipfel zurückgelegt. Für die letzte Etappe brauchst du jetzt noch einige Tipps, die dir bei der Umsetzung helfen.
Tipps für die Praxis: Storytelling erfolgreich umsetzen
Du hast dich entschieden, Storytelling in dein Marketing zu integrieren? Dann findest du hier noch einige Tipps, die deinen Weg zum Gipfel erleichtern sollen.
Finde einen starken Einstieg
Deine Geschichte steht und fällt mit ihrem Anfang. Gleich der erste Satz – oder mindestens der erste Abschnitt – muss dafür sorgen, dass Lesende sich abgeholt und verstanden fühlen, während sie gleichzeitig neugierig werden, wie es weitergeht. Arbeiten kannst du hier mit provokanten Fragen, einem starken Statement oder einer unerwarteten Aussage. Inzwischen ist das aber auch eine Gratwanderung – Clickbait-Artikel und Rage Bait Videos sind uns wohl allen bekannt und haben dafür gesorgt, dass zu provokante Einstiege eher den gegenteiligen Effekt haben als du dir wünschst.
Erzähle eine realistische Geschichte
Ziel deiner Geschichte ist es in der Regel, dass deine Kund:innen ein Problem besser verstehen, sich von deinen Inhalten abgeholt fühlen und eine Verbindung zu deiner Marke aufbauen. Deshalb ist es so wichtig, dass die Geschichte für sie realistisch scheint. Sie sollten sich in ihr wiederfinden können, sich mit der Hauptperson identifizieren können und das Gefühl haben, am Ende selbst eine kleine Reise erlebt zu haben.
Nutze auch kleine Elemente statt vollständiger Geschichten
Es muss nicht immer eine vollständige Geschichte mit einer Heldenreise, Plot Twists und einer Auflösung am Ende sein. Vielmehr ist es sinnvoll, dass sich einzelne Elemente in all deinen Marketingkanälen und allen Formaten wiederfinden. Das können zum Beispiel Metaphern rund ums Wandern sein, aber auch Charaktere, die immer wieder Teil deines Marketings sind.
Bleib authentisch
Diesen Tipp wirst du bei mir vermutlich immer finden: Bleib authentisch. Was ich damit konkret meine? Stell dir erst einmal die Frage, ob Storytelling an sich ein Marketinginstrument ist, das zu dir und deiner Marke passt. Nicht zu jeder Marke und zu jeder Zielgruppe passt dieser Weg. Vielleicht ist es für dich auch völlig ausreichend, dir eine Metapher zu suchen, die sich immer wieder durch dein Marketing zieht, statt vollständige Geschichten zu schreiben oder als Video aufzunehmen.
Den wichtigsten Tipp möchte ich dir zum Schluss geben: Lass dich nicht von riesigen Kampagnen und Marketing-Fachbegriffen abschrecken, sondern gehe deinen eigenen Weg. Schließlich gibt es auch in den Bergen zahlreiche Wanderwege zum Gipfel. Am Ende stehst du trotzdem mit allen anderen Wanderern auf dem gleichen Gipfel und kannst die Aussicht ins Tal genießen.
Fazit: Mit Storytelling zu authentischem Marketing, das Menschen überzeugt
Fazit: Mit Storytelling zu authentischem Marketing, das Menschen überzeugt
Vielleicht ist dir in diesem Artikel aufgefallen, dass du bis zum Fazit eine kleine Wanderung gemacht hast – du bist im vernebelten Tal gestartet und hattest zum Ende hin den weiten und klaren Blick vom Gipfel aus. Diese kleinen Storytelling-Elemente habe ich hier ganz bewusst eingesetzt, um das Thema zu veranschaulichen. Bewegt dich das dazu, meine Leistungen zu buchen? Keine Ahnung – das ist auch nicht wichtig. Hat die Geschichte aber dafür gesorgt, dass ein eigentlich trockenes und schon oft durchgekautes Thema etwas greifbarer und verständlicher geworden ist? Hoffentlich. Denn darum geht’s im Storytelling: deinem Gegenüber etwas zu zeigen und zu erklären, ohne dass er oder sie gedanklich auf dem Balkon oder am See sitzt, weil es dort schöner und spannender ist.
Wenn du mit solchen Elementen in deinem Marketing zusätzlich erreichst, dass potenzielle Kund:innen deine Leistungen oder Produkte anfragen, ist das natürlich umso besser. Oft geht es aber auch einfach darum, erst einmal Vertrauen aufzubauen und zu zeigen, dass du das, was du machst, verstehst und deine Kund:innen dort abholst, wo sie mit ihren Fragen und Wünschen stehen, statt mit Fachbegriffen um dich zu werfen und ihre Sorgen zu verstärken.