Blogartikel-Aufbau

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©️Andrew Neel - Unsplash

Darauf solltest du für Lesende und Suchmaschinen achten

Auf deiner To-Do-Liste steht aktuell der Punkt „Blogartikel schreiben“? Vielleicht fühlst du dich dann wie zu Beginn einer Wanderung, bei der du nicht einschätzen kannst, was dich erwartet. Eine der wichtigsten Etappen auf dieser Wanderung ist der Aufbau des Blogartikels. Wie strukturierst du ihn? Was gehört wohin? Was hilft dir, Lesende abzuholen und was, in Suchmaschinen sichtbar zu werden? In diesem Artikel erfährst du alles über einen guten Blogartikel-Aufbau und lernst zusätzlich die Besonderheiten kennen, die es für SEO und GEO braucht.

Warum der Aufbau deines Blogartikels überhaupt wichtig ist

Der Aufbau deines Blogartikels ist das, was Lesende durch das Thema hindurchführt, er ist der rote Faden, der deinen Worten Struktur gibt. Schreibst du dein Wissen und deine Erfahrungen zu einem Thema einfach nur herunter, kann es Lesenden schwerer fallen, dir zu folgen. Mit einem sinnvollen Aufbau gewinnst du deshalb aus mehreren Gründen:

  • Lesende finden direkt den Abschnitt, den sie suchen, statt sich durch lange Textblöcke durchlesen zu müssen.
  • Du lockerst deine Artikel durch klare Abschnitte auf und machst sie damit besser lesbar.
  • Du hast bessere Chancen auf eine gute Platzierung bei Google und in der KI-Suche, da die Algorithmen Struktur bevorzugen.
  • Du hältst Lesende länger auf deiner Seite, wenn sie einen klar strukturierten Artikel statt unübersichtlicher Textblöcke lesen können.

So sieht ein guter Blogartikel-Aufbau aus

Eine klare Struktur verschaffst du deinem Blogartikel mit den vier klassischen Bereichen, die für quasi jeden Text gelten: Titel, Einleitung, Hauptteil und Fazit. Jeder Teil hat dabei sein eigenes Ziel und du darfst jeweils auf ein paar Dinge achten, damit du deine Lesenden so hilfreich wie möglich durch deinen Artikel durchführst.

Titel

Dein Titel entscheidet, ob jemand auf deinen Artikel klickt oder weiterscrollt. Er sollte also auf den ersten Blick zeigen, worum es geht und den Wunsch auslösen, weiterzulesen. Andersrum gilt aber auch: Auf typische Clickbait-Titel wie „So verdienst du mit deinem Blog sechsstellig“ hat niemand mehr Lust. Dein Job ist also genau die Gratwanderung zwischen einem Titel, der neugierig macht und einem, der neutral über das Thema informiert.

SEO-Tipp für deinen Titel: Den Titel solltest du immer als einzige H1 deines Blogartikels formatieren. Außerdem gehört dein Hauptkeyword hier hinein, am besten direkt an den Anfang. So können Suchmaschinen das Thema direkt auslesen.

Einleitung

Der Titel entscheidet über den Klick, deine Einleitung wiederum entscheidet, ob jemand deinen Artikel wirklich liest oder deine Website schnell wieder verlässt. Auch hier erwartet dich wieder die gleiche Gratwanderung wie beim Titel: Du möchtest Interesse zum Weiterlesen wecken, aber gleichzeitig nicht zu clickbaity schreiben und einen Überblick über den folgenden Inhalt geben. Du kannst zum Beispiel mit einer kurzen Story, einem spannenden Fakt oder einer direkten Frage starten.

SEO-Tipp für deine Einleitung: Auch in die Einleitung gehört dein Keyword. Wo du es dort platzierst, ist dir überlassen. Ich persönlich baue es meistens in den letzten Satz der Einleitung ein, weil ich dort ohnehin immer knapp zusammenfasse, was die Lesenden in den nächsten Abschnitten erwartet.

Hauptteil

Der Hauptteil deines Blogartikels beinhaltet dein ganzes Wissen, das du zu diesem Thema weitergeben möchtest. Wichtig ist auch dabei, dass du nicht einfach planlos drauflos tippst, sondern einer klaren Struktur folgst. Jedes Unterthema bekommt eine eigene Überschrift, mit Aufzählungen und Grafiken kannst du den Fließtext auflockern. Je nach Länge des Artikels lohnt sich auch ein Inhaltsverzeichnis unter der Einleitung, mit dem Lesende direkt zum für sie passenden Teil springen können. Als Daumenwert kannst du in der Desktopversion mit etwa 7 Zeilen rechnen, bis ein Umbruch oder ein anderes Element deinen Abschnitt auflockern sollte.

SEO-Tipp für deinen Hauptteil: Arbeite mit H2-Überschriften für größere Themengebiete und gegebenenfalls mit H3-Überschriften, wenn es Unterthemen innerhalb eines H2-Abschnitts gibt. Dein Hauptkeyword oder Synonyme gehören in etwa drei Viertel deiner H2-Überschriften, in den H3-Überschriften kannst du ähnliche Keywords unterbringen. In den Abschnitten selbst lohnen sich inhaltlich passende interne Verlinkungen.

Fazit

Im Fazit fasst du einerseits die wichtigsten Punkte deines Blogartikels noch einmal zusammen und kannst andererseits einen CTA einbauen, also die Lesenden beispielsweise dazu auffordern, deine Leistungen anzufragen oder sich zu deinem Newsletter anzumelden. Alternativ zu einem direkten CTA kannst du auch die Möglichkeit geben, in anderen Artikeln zum Thema weiterzulesen – je nachdem, was am besten zu dir und zum jeweiligen Blogbeitrag passt.

SEO-Tipp für dein Fazit: Das Fazit kannst du optimal dafür nutzen, den ein oder anderen internen Link unterzubringen, wenn es sich im Artikel vorher nicht ergeben hat. Außerdem solltest du dein Hauptkeyword auch hier noch einmal unterbringen.

Denk bei deinem nächsten Blogartikel an Lesende und Suchmaschinen

Damit du mit deinem Blog deine Sichtbarkeit steigern kannst, stehst du vor der Herausforderung, Lesende ebenso wie Suchmaschinen abzuholen. Natürlich sind die Lesenden die wichtigere Zielgruppe, allerdings lohnt es sich, die klassischen SEO-Regeln einzuhalten, damit mehr Lesende auf deine Blogartikel aufmerksam werden. Wichtig ist aber auch, dass deine Artikel weiterhin authentisch klingen. Aneinandergereihte Keywords gehören schon längst der Vergangenheit an und bringen dir nichts. Was dir Sichtbarkeit bringt, sind gute Inhalte mit einem klaren Blogartikel-Aufbau, der sowohl Lesende als auch Crawler durch dein Wissen führt.

Häufige Fragen & Antworten rund um den Aufbau von Blogartikeln

Das ist abhängig vom Thema und für SEO auch davon, wie umfangreich die Artikel der gut rankenden Konkurrenz sind. Meiner Erfahrung nach fährst du mit Blogartikeln zwischen 900 und 1.200 Wörtern meist gut. Bei eher allgemeinen Themen und Keywords mit sehr hohem Suchvolumen kann sich statt eines klassischen Artikels eine Pillar Page lohnen, die dann entsprechend umfangreicher ist und zu einzelnen Cluster-Artikeln verlinkt.
Wenn du damit deine Sichtbarkeit bei Google und in der KI-Suche verbessern möchtest, lohnt sich ein Blog auch heute noch. Er sorgt vor allem für langfristige Sichtbarkeit und hilft dir dabei, dich als Expert:in zu positionieren. Außerdem kannst du die Inhalt aus deinem Blog für andere Kanäle weiterverwerten und über Social Media Posts oder deinen Newsletter auf sie verlinken.
Bei H1, H2 und H3 handelt es sich um die Hierarchie der Überschriften in deinem Blogartikel. Es handelt sich dabei um HTML-Befehle, die die Art der Überschrift definieren. Die H1 ist deine Hauptüberschrift, definiert das Hauptthema und kommt nur einmal vor. Bei H2-Überschriften handelt es sich um Zwischenüberschriften, die die einzelnen Kapitel definieren. H3-Überschriften wiederum sind Unterüberschriften, die H2-Abschnitte in einzelne Themen unterteilen.
Bei der Strukturierung deines Blogartikels für SEO kommt es vor allem darauf an, dass das Thema klar auslesbar ist. Du brauchst einen aussagekräftigen Titel, eine Einleitung, einen Hauptteil und ein Fazit. Deutlich machst du das Thema insbesondere durch die Überschriften: In die H1 gehört dein Hauptkeyword möglichst weit nach vorn, in etwa drei Vierteln deiner H2-Überschriften solltest du das Hauptkeyword oder Synonyme einbauen, in den H3-Überschriften kannst du mit ähnlichen Keywords arbeiten.
Bei dieser Frage scheiden sich die Geister. Meiner Erfahrung nach darfst du ruhig mehrere CTAs in einen Blogartikel integrieren, wenn er lang genug ist. Bei einem recht kurzen Artikel reicht ein CTA zum Ende des Beitrags, ansonsten kannst du auch in der Mitte an passender Stelle einen CTA einbauen. Achte jedoch darauf, dass verschiedene CTAs nicht zu nah beieinander sind, um nicht abzulenken oder zu viele Aktionen zu fordern.